Rezension: Tote Mädchen lügen nicht

Es kann einfach nicht sein, dass ich zu diesem super getypten Buch noch keine Rezension geschrieben habe. Das erste Mal entdeckte ich dieses Buch vor ungefähr drei Jahren, als eine Mitschülerin dieses Buch im Deutschunterricht vorgestellt hatte. Doch damals interessierte ich mich nicht allzu sehr dafür, da dieses buch einfach nicht in mein geliebtes „Fantasy“-Genre passte..Einige Zeit später hörte ich von ein paar meiner Freundinnen, dass sie sehr davon schwärmten. Aber auch da hörte ich nur mit halben Ohr zu und war viel zu sehr mit anderen Büchern beschäftigt…..Bis dieses Jahr der riesige Hype um dieses Buch aufkam, der mich ebenfalls packte und faszinierte. Irgendwann dachte ich mir, dass dieses Buch etwas besonderes sein muss. Voller Erwartungen habe ich es mir schließlich gekauft und innerhalb von drei Tagen ausgelesen.

Tote Mädchen lügen nicht

Autor: Jay Asher

Erscheinungsdatum: Oktober 2007

Preis: 8, 99 Euro (Taschenbuch), 7, 99 Euro (Ebook)

Seitenzahl: 288

Genre: Jugendbuch, Fiktion

Empfohlenes Alter: ab 13 J.


Inhalt:

Als Clay Jensen aus der Schule nach Hause kommt, findet er ein Päckchen mit Kassetten vor. Er legt die erste in einen alten Kassettenrekorder, drückt auf „Play“ – und hört die Stimme von Hannah Baker. Hannah, seine ehemalige Mitschülerin. Hannah, für die er heimlich schwärmte. Hannah, die sich vor zwei Wochen umgebracht hat. Mit ihrer Stimme im Ohr wandert Clay durch die Nacht, und was er hört, lässt ihm den Atem stocken. Dreizehn Gründe sind es, die zu ihrem Selbstmord geführt haben, dreizehn Personen, die daran ihren Anteil haben. Clay ist einer davon …


Meinung: Dank des simplen Schreibstils, der erfrischenden Kürze und der Spannung hatte ich das Buch innerhalb von drei Abenden (/Nächten) ausgelesen. Doch obwohl der Schreibstil leicht zu verstehen war, musste ich dennoch mit voller Konzentration dabei sein, da es etwas verwirrend war, zwischen der Kassette, auf der Hanna ihre Geschichte erzählte, und dem echten, dazu parallel verlaufendem Leben von Clay hin und her zu wechseln. So kam es dazu, dass ich mehrere Passagen noch mal lesen musste, um mich zu sortieren, was mich ehrlich gesagt schon ein wenig genervt hat.

Nun zur Buchlänge: Nun sagen ja viele „in der Kürze liegt die Würze“, welchem ich vollkommen zustimme, doch hier konnte man nicht die emotionale Bindung zu den Personen aufbauen, die ich mir gewünscht hätte. Dazu war es einfach zu wenig Zeit – schließlich kann man auch nicht von heute auf morgen Freunde werden, wenn man sich gerade erst kennengelernt hat…Wenn ihr versteht, was ich meine.

Nichts desto trotz finde ich die Idee dahinter grandios und wirklich spannend. Man kann das Buch wirklich nicht so schnell aus der Hand legen, weil man zum einen unbedingt wissen will, was für weitere Gründe für ihren Selbstmord hatte, außerdem hat man das dringende Verlangen, endlich zu wissen, was Clay für eine Rolle spielt und zu guter Letzt interessiert man sich natürlich auch für den letzten, wohl schlimmsten ihrer Beweggründe.

Was ich auch toll finde, wie verständlich und nachvollziehbar Hannas Gedanken und Gefühle sind. Man beginnt Stück für Stück den Menschen zu verstehen und erarbeitet sich selber nach und nach ein komplexes Geflecht aus den Ursachen, Handlungen, darauffolgenden Reaktionen und besonders Gefühlen. Man kann nachvollziehen, was in dem Menschen vorging und vor allem, WARUM er so gehandelt hat, wie er tat! Doch leider konnte ich nicht wirklich mitleiden. Ich hatte keinen Gefühlsausbruch, weinte oder war verzweifelt. Ich wurde nicht so mitgerissen, weil mir die nötigen Emotionen gefehlt haben, die so etwas wecken. Das schlimmste fand ich immernoch, wie Clay bitterlich weinen musste. An dieser Stelle war ich zu tiefste traurig, aber nie, wirklich nie, wenn Hanna etwas geschah. Natürlich finde ich die Message enorm wichtig und bewegend. Nicht zu vergessen: Sie bringt einen zum Nachdenken und Grübeln, was ich bei so einem Buch immer für sehr wichtig erachte. Man solle es nicht gelesen und sofort wieder vergessen haben…Nein, es soll einen beschäftigen und im Kopf „herumspuken“ 😉

 

Fazit: Ein Buch mit einer tollen Message, viel Spannung und einer sehr schönen Idee, das mich aber leider für meinen Geschmack zu wenig mitgerissen hat..Deshalb sind es eigentlich zwischen 6 und 7 Punkten, aber ich entscheide mich für 6 von 10 Punkten!


13 reasons why

Außerdem gibt es dazu noch die Netflix-Staffel, die mich glaube ich mehr mitreißen würde..Falls ihr dazu meine Meinung hören wollt, lasst es mich doch in den Kommentaren wissen! Auch zu den umstrittenen Triggerwarnungen und der Wirkung dieser Serie bei Jugendlich vom psychologischem Hintergrund her betrachtet könnte ich einen Beitrag verfassen. Wie gesagt, schreibt mir alles in die Kommentare und nicht zu vergessen: eure Meinung zu dem Buch! Vielen Dank fürs Vorbeischauen und Lesen ❤ , eure Julia von juliasfantasticbooks

 

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11 Gedanken zu “Rezension: Tote Mädchen lügen nicht

    1. Cool, du musst mir dann unbedingt deine Meinung dazu mitteilen ! 🙂 Jap, genau, ich bin bei der Serie und finde sie eigentlich ein gutes Stück besser 😀

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    2. Sehr gut, dann werden wir uns austauschen! Aber was die 2.Staffel angeht, die gedreht wird, bin ich nicht so begeistert. Oft ist es ja so, dass es dann alles verschlechtert 😦

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    1. Bei vielen ist das schon lang her…bin wohl ein Spät-Zünder 😀 Ja mich auch, da stimme ich dir zu, ein wenig mehr Emotionen wäre toll! Vielen lieben Dank ❤

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  1. Interessante Meinung! Es ist gefühlt 10 Jahre her oder sogar glaube ich tatsächlich 7-8 Jahre, dass ich das Buch gelesen habe, aber ich kann mich daran erinnern als wäre es erst gestern gewesen.
    Das ist natürlich schade, wenn es dich nicht so mitgerissen hat.

    Wirst du denn auch die Serie schauen? Hast du dir den Trailer angeschaut? Wenn dein English gut genug ist würde ich dir raten, es auf english zu gucken, ist einfach authentischer. Ansonsten hat die Serie ja auch noch ein paar Elemente drin, die im Buch nicht weiter beschrieben sondern nur angedeutet werden. Meine Meinung zur Serie also: du wirst weinen. Punkt. Gut, wenn du nicht weinen musst, dann ist iwas nicht in Ordnung 😀 Die Serie ist genauso wie das Buch eben authentisch und real, es beschönigt nichts und gibt den Schulalltag mit allem drum und dran so wieder, wie er nun mal ist.
    In Hannah konnte ich mich sehr gut hineinversetzten und auch gut hin und her switschen zwischen den perspektiven, vllt ist das in der Serie also echt einfacher zu verfolgen als im Buch.
    Ganz liebe Grüße und wenn du die Serie gesehen hast musst du auf alle Fälle berichten! 🙂

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    1. Oh das ist toll, wenn ein Buch dir so in Erinnerung bleibt! Ja, fand ich auch…aber vielleicht hatte ich einfach zu hohe Erwartungen und stellte mir etwas anderes vor :/
      Ja, ich habe die Serie gestern angefangen und ich stimme dir zu: auf englisch ist es viel besser. Ich werde es weiterhin auf Englisch anschauen 🙂 Ich bin wirklich gespannt, wie es weiter verläuft. Ich wünsche mir so sehr, das ich aufgewühlt werde! Ich wünsche mir, dass das Gefühl, was im Buch zu wenig war, in dieser Serie doppelt und dreifach auf mich zu kommt! Ja, ich fand es auch am Buch so toll, dass es einfach real wirkte und so, als könnte oder wäre das tatsächlich passiert…
      Liebste Grüße zurück und JA, ich werde berichten !!!

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    2. Ja das ist es echt! Ja, das kann natürlich auch sein, als ich es damals gelesen hatte gab es den ganzen Hype ja noch gar nicht.
      Okay sehr gut 😀
      Ja, also ich und fast alle meine Freunde fanden die serie sehr sehr aufwühlend.
      Dankeschön ich freue mich schon!

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    3. Ja, ich hoffe es 😀 Auch alle von meinen Freundinnen, aber die lassen sich eh schneller berühren als ich und sind seeeeeehr emotional 😛
      Ich mich auch!

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